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Bericht zur Flora und Fauna der Kanalaue
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Flora und Fauna der Kanalaue von Stahnsdorf und Kleinmachnow
Unter diesem Titel veröffentlicht der „Förderverein Landschaftsschutzgebiet Buschgraben/Bäketal e.V.“ eine umfassende Dokumentation der Tier- und Pflanzenwelt der Kanalaue. Auf der Südseite des Kanals im Bereich Stahnsdorf werden zwischen Machnower Schleuse und Autobahn vor allem die Feuchtwiese zwischen Teltowkanal und Alter Potsdamer Landstraße, die Dünen am Uferweg und der ehemalige Truppenübungsplatz nördlich der Alten Potsdamer Landstraße beschrieben. In Kleinmachnow wurden Beobachtungen aus dem Waldgebiet nördlich des Teltowkanals zwischen Schleuse und der Autobahn, also im Bereich um die Siedlung am Stolper Weg, sowie aus dem Seeberg einschließlich des Spandauer Teiches und aus dem Bäketal zwischen Schleuse und Weinberg zusammengetragen. Die zum ersten Mal in dieser Vollständigkeit zusammengetragenen Daten belegen die Einmaligkeit der Naturausstattung und damit hohe Wertigkeit der Kanalaue. Es war zu Beginn der Untersuchungen, die auch mit dem geplanten Ausbau des Teltowkanals im Rahmen des Projektes 17 der Deutschen Einheit zu tun hatten, eigentlich nicht zu erwarten, das in einer von den Menschen speziell in den letzten 100 Jahren so stark veränderten Landschaft interessante artenreiche Biotope noch vorhanden sind. Besonders der Bau des Teltowkanals, der Autobahn und anderer Verkehrstrassen sowie die starke Siedlungsentwicklung mit all ihren Folgen haben von der ursprünglichen Landschaft kaum etwas übrig gelassen. Trotzdem haben sich auf der von Menschen so stark veränderten Landschaft zum Teil neue Biotope entwickelt und es sind Reste ursprünglicher Biotope erhalten geblieben. Diese Dynamik der Entwicklung konnte auch in den letzten 15 Jahren weiter verfolgt werden. Es tauchten vorher nicht beobachtete Arten auf und verschwanden andere, deren Lebensraum zu eng wurde. Für den Austausch der Arten spielt vor allem der Zusammenhang des beschriebenen Gebietes mit der gesamten Kanalaue eine Rolle. Wie ein grünes Band zieht sich der Teltowkanal von der Berliner Innenstadt bis zu den Potsdamer Wald- und Seengebieten hin. In unserem Bereich gibt es neben der beschriebenen Ost-West –Achse noch eine Nord-Süd-Verbindung von der Parforceheide über den Dreilindener Forst zum Grunewald. Diese überregionalen Grünverbindungen haben die Landesregierung veranlasst, die hier beschriebenen Gebiete in das Landschaftsschutzgebiet Parforceheide zu integrieren und das Bäketal als Naturschutzgebiet auszuweisen. In der vorliegenden Schrift werden auf 47 Seiten über 500 Pflanzen, 8 Fledermausarten, 113 Vogelarten, 4 Reptilien und 9 Amphibien sowie 22 Libellen beschrieben. Unter Mitwirkung von Annelies Hörisch, Derk Ehlert, Günter Siering, Cordula Pape, Christoph Kuthe (†) und Ute Günther hat Gerhard Casperson diesen Bericht herausgebracht. Mit dieser Schrift möchte der Förderverein den Leser anregen, die Landschaft mit anderen Augen wahrzunehmen. Außerdem ist der Verein daran interessiert, die beschriebenen Arten bestätigt zu finden, bzw. weitere Beobachtungen gemeldet zu bekommen. Diese vorliegende Arbeit eignet sich daher auch für den Einsatz im Biologieunterricht in den Schulen. Eine weite Verbreitung der einmaligen Dokumentation wünschenswert.
S. Haarbeck
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