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Die Idee der "Lokalen Agenda 21" setzt bei den kommunalen Gestaltungsmöglichkeiten an. Kapitel 28 der Agenda 21 gibt daher die Empfehlung, dass jede Kommunalverwaltung in einen Dialog mit ihren Bür...


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Tipps und Anregungen der Lokalen Agenda

Pressemitteilung 12.7.2010

Seeberg-Erschließung
AGENDA GRUPPE VERKEHR FORDERT NEUE UMWELTVERTRÄGLICHE PLANUNG

Kleinmachnow: Die Arbeitsgruppe Verkehr der Lokalen Agenda begrüßt die Entscheidung der Gemeindevertretung, dass die Bauverwaltung mit einer neuen Planung für die verkehrliche Erschließung des Bildungscampus auf dem Seeberg wieder in die Fachausschüsse gehen muss. „Die Bürger unserer Gemeinde sind sicher dankbar, dass das Ortsparlament diese Notbremse gegen das überdimensionierte und umweltzerstörende Baukonzept gezogen hat“, unterstreicht PETER SAHLMANN als Vorsitzender das Votum seiner Gruppe. Denn zuvor habe der Bürgermeister auf die wiederholte einstimmige Kritik der Abgeordneten von Bau- sowie Umwelt- und Verkehrsausschuss nicht konstruktiv geantwortet.

Die Lokale Agenda 21 streitet seit nunmehr einem Jahrzehnt für eine nachhaltige umweltgerechte Entwicklung Kleinmachnows. Deshalb müsse sie laut ihre Stimme gegen jede Planung erheben, die zu einer rücksichtslosen Natur- und Landschaftsvernichtung führt. SAHLMANN setzt darauf, dass die Verwaltung aus ihrer Niederlage in der Gemeindevertretung lernt. „Am bestens ist es, sie entwickelt das Erschließungskonzept mit einem neuen Planer, der die notwendige Sensibilität für unseren Ort mitbringt. Der Schutz der Natur und vor allem auch die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer brauchen absolute Priorität vor der bisher wie mit Scheuklappen verfolgten Leichtigkeit des Automobilverkehrs“. Die Zusage des Bürgermeisters in der Gemeindevertretung, die Zufahrt von der Karl-Marx-Straße zu den Bildungseinrichtungen auf dem Seeberg künftig als „Fahrradstraße“ auszuweisen, sei endlich ein viel versprechendes Signal, dem die Tat aber noch folgen müsse.

Durch den Bau einer parallelen Straße zur eigentlichen Zufahrtstraße BBIS, die einzig und allein der Zufahrt zu Parkplätzen dient, durch zwei riesige Wendeschleifen, wird hier ein Monstrum erzeugt, was einem Autobahnquerschnitt von 20 bis 40 Metern Breite gleicht. Parkplätze für Autos dominieren. Wir fordern Parkplätze für Fahrräder im Schulcampus, denn die gibt es bisher nicht. Eine komplexe Verkehrslösung in Richtung Rathausmarkt bis zur Förster- Funke- Allee muss im Zusammenhang mit der Seebergplanung erfolgen.

Eine Kehrtwende verlangt die Lokale Agenda von der Verwaltung auch bei der angestrebten Verlegung der Zufahrt zum Seeberg-Campus von der Karl-Marx-Straße aus. „Die Zufahrt muss bleiben, wo sie ist“. Die Internationale Schule habe nach eigener Aussage eine Verlegung nie gefordert. Auch hier, so SAHLMANN, sei man bei der Planung mit falschem Eifer und ohne Rücksicht auf die Umwelt sowie die Kostenbelastung der Gemeinde über jedes Ziel hinausgeschossen. Die neue Zufahrt würde ein erst vor wenigen Jahren angelegtes Ausgleichsgebiet vernichten. Das sollte man Kleinmachnow unbedingt ersparen, mahnt SAHLMANN.

V.i.S.d.P.:
Peter Sahlmann
Sprecher der Agenda 21-Arbeitsgruppe Verkehr
Kuckuckswald 37
14532 Kleinmachnow Tel.: 033203 / 24981



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P M   -   K L E I N M A C H N O W E R   Z E I T U N G   M Ä R Z   2 0 1 0 



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Kleinmachnow, 15.08.2009


PM – Tipps und Anregungen der Lokalen Agenda für September 2009

Erneuerung des Leitbildes Agenda- Gruppe Verkehr

Was ist eigentlich Agenda 21, werden wir als aktive Agenda- Mitglieder oft gefragt. Die Agenda 21- Bewegung basiert auf den Beschlüssen der Konferenz der vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung im Jahr 1992 in Rio de Janeiro. Man kann zusammenfassend ein afrikanisches Sprichwort dafür setzen. Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Gesicht der Welt verändern.

Damit die Basis für die Veränderung immer aktuell bleibt, haben wir jetzt in einem Diskussionsprozess unser vorhandenes Leitbild der Agenda- Gruppe Verkehr in Kleinmachnow erneuert. Die anderen Gruppen sind gleichfalls bei dieser Arbeit, die auch vom Bürgermeister Herrn Grubert unterstützt wird.

Die Hauptgedanken sind folgende:

Es gilt der Grundsatz, dass wir die Mobilität der Kleinmachnower erhalten wollen, dabei aber die Menschen und unsere Umwelt schonen wollen, sowie die Verkehrssicherheit erhöhen wollen. Die größte Belastung entsteht durch den Autoverkehr, weshalb wir vor allem den Fuß- und Radverkehr und den öffentlichen Personennahverkehr fördern wollen. Nur so können wir die Lärm- und CO2 Emissionen des Straßenverkehrs reduzieren.

Die Ziele, wie z.B. die Verbesserung für Radfahrer nach dem Vorbild holländische Kommunen wollen wir durch folgende Maßnahmen erreichen:

1. Verkehrsberuhigung und -verringerung:
Tempo 30 möglichst in Verbindung mit Vorfahrtregelung "rechts vor links" in ganz Kleinmachnow.;
keine Umwidmung von jetzigen Sammelstraßen zu Hauptverkehrsstraßen;
3,5 to Gewichtsbegrenzung des Nutzfahrzeugdurchgangsverkehrs;
2. Einrichtung von Kreisverkehren
3. Schulwegsicherung: Ausbau von Radwegen, Einrichtung von Fahrradstraßen, Schaffung von mehr Fußgängerüberwegen (FGÜ),
4. Fußgängersicherheit: Kinderwagengerechter Ausbau der Übergänge und der Bürgersteige mit dem Ziel der gefahrlosen Benutzbarkeit auch durch Kinder, Ältere, Behinderte und Fahrrad fahrende Kinder bis 10 Jahren.
5. Fahrradwege: Weiterbau und Lückenschlüsse des Fahrradwegenetzes mit den Qualitätsmerkmalen holländischer Kommunen. Umsetzung des beschlossenen „Masterplan Fahrrad“ mit überregionalem Wegenetz.
6. Öffentlicher Nahverkehr: Verwirklichung des City-/Regiobuskonzepts mit verbesserter Anbindung an das regionale Netz mit Lückenschluss der Region, auch in den Abend und Nachtstunden.
7. Verbesserung der Schienenanbindung der Region (SPNV) an Berlin/Potsdam sowie zum BBI mit entsprechenden Verknüpfungsmöglichkeiten (Bus, Bike & Ride, Park & Ride) entlasten den Ort vom MIV
8. Entwicklung eines gemeinsamem Verkehrskonzeptes im Verflechtungsraum mit Teltow, Stahnsdorf, Potsdam und Zehlendorf zur Verringerung des Durchgangsverkehrs
9. Die Stationierung von Nutzfahrzeugen hat in den Gewerbegebieten zu erfolgen.
10. Die Ansiedlungs- und Verkehrspolitik der Gemeinde muss sich zukünftig am Grundsatz der Verkehrsvermeidung ausrichten.

Wir freuen uns über Ihre Meinung, denn wir wollen möglichst viele Menschen in die Arbeit der lokalen Agenda- Gruppe Verkehr einbeziehen.

Barbara Sahlmann

Mitglied AG Verkehr der Agenda 21



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Juli 2009


Fahrrad im Nahverkehr – das ideale Konzept für die Region Teltow, Stahnsdorf und Kleinmachnow

Auf ihrer Sitzung am 14.05.2009 hat die Gemeindevertretung von Kleinmachnow die Erstellung eines Fahrradmasterplans beschlossen. Endlich setzt sie damit den Startpunkt für die fehlende Förderung einer wirklichen Alternative zum Individualverkehr im Kurz- und Mittelstreckenbereich der Region. Das Fahrrad als Verkehrsmittel benötigt wenig Verkehrsinfrastruktur, fährt ohne Emissionen und Lärmbelästigung und stellt in der Regel für andere Verkehrsteilnehmer keine Gefahr dar. Die Förderung des Fahrradverkehrs ist mit geringem Aufwand schnell möglich. Das Anliegen des Fahrradmasterplans soll sein, die Voraussetzungen zu schaffen den Anteil des Fahrradverkehrs zügig und deutlich zu steigern. Mit dem Fahrradmasterplan können wir folgende Ziele erreichen:

Raum in den Straßen – Fahrrad auf die Fahrbahn

Fahrradspuren auf den Straßen (z.B. Meiereifeld), Einrichtung von Fahrradstraßen (z.B. Ginsterheide, Am Weinberg, Steinweg), Vorrang für Fußgänger und Fahrradfahrer an Kreuzungen und Ampeln (z.B. Puschkin-Platz), fahrradfreundliche Kreisverkehre (z.B. Stolperweg / Stahnsdorfer Damm), Anbindung des Kleinmachnower Radwegenetzes in Richtung Berlin, Teltow und Stahnsdorf.

Raum in der Planung – das FahrradForum
Das Fahrrad muss in der Ortsentwicklung und bei der Schaffung der Verkehrsinfrastruktur die erforderliche Beachtung finden: Einrichtung der Stelle eines Fahrradbeauftragten, Berücksichtigung des Fahrrads in der Stellplatzsatzung, Beauftragung von Planern, die mit dem Thema vertraut sind und Fahrradfahren aktiv fördern, ständige Einbeziehung von interessierten Kreisen und BürgerInnen bei der Planung und Realisierung von Radverkehrsanlagen.

Raum in den Köpfen – proRAD
Fahrradverkehr als besonders preiswertes und ökologisches Verkehrsmittels braucht unsere Sympathie. Die Verbesserung und Schaffung von weiteren Radverkehrsanlagen ist eine wichtige Voraussetzung für den Umstieg vom PKW auf das Fahrrad. Eine starke Image- und Aufklärungskampagne pro RAD ist daher nötig.

Alle BürgerInnen sind aufgefordert zum eigenen und zum Vorteil der Region die Erstellung und zügige Umsetzung des Fahrradmasterplans zu fördern. Als Ansprechpartner stehen der Fachausschuss für Umwelt, Verkehr und Ordnungsangelegenheiten der Gemeindevertretung, die Arbeitsgruppe Verkehr - Lokale Agenda 21 Kleinmachnow und die Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs bereit.

Peter Sahlmann

Sprecher der Lokalen Agenda 21

Arbeitsgruppe Verkehr



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10.08.2008
Kleinmachnows Hauptstraßen

Jahrelange über mehr als 10 Jahre währende Initiativen zur Beruhigung des Autoverkehrs in Kleinmachnow haben bisher dazu geführt, dass in allen Nebenstraßen Tempo 30 eingeführt wurde. Die Initiativen zur Beruhigung des Straßenverkehrs im Ort gingen seinerzeit von Anwohnern der Hauptstraßen aus, die in erster Linie auf Einhaltung der vorgeschriebenen Fahrgeschwindigkeiten gerichtet waren. Die Anwohner der Hauptstraßen sind um Größenordnungen stärker vom Verkehr mit seinen negativen Auswirkungen auf Gesundheit und Lebensqualität betroffen als die Einwohner in den Nebenstraßen. Die Agenda- Bewegung hat die Problematik Verkehrsberuhigung seinerzeit aufgegriffen und in ihre Zielstellungen aufgenommen. Es ist bedauerlich, dass für die Hauptstraßen im Ort immer noch Handlungsbedarf besteht und unverständlich, dass bei den dafür zuständigen Verwaltungsorganen alle Bemühungen ins Leere gegangen sind. Daher ist die Beruhigung des Verkehrs auf den Hauptstraßen des Ortes weiterhin ein aktueller Programmpunkt der Agenda 21, Gruppe Verkehr.
Besonders betroffen sind die Anwohner der Durchgangsstraßen Zehlendorfer Damm und Thomas Müntzer Damm, da diese nicht nur vom Quellverkehr, sondern von dem immer weiter ansteigenden Durchgangsverkehr betroffen sind. Es ist nicht zu verstehen, dass bisher nur für die ohnehin schon sehr ruhigen Nebenstraßen gesorgt wurde und bei den Hauptstraßen bis auf einige Überquerungshilfen nichts getan wurde. In Stellungnahmen zu mehreren Verkehrskonzeptionen wurden die Probleme der überhöhten Geschwindigkeiten auf den Hauptstraßen immer wieder deutlich angesprochen und Bürgerinitiativen und Wählervereinigungen haben jahrzehntelang auf die Missstände hingewiesen: Ohne Erfolg. Gesetzlich vorgeschrieben ist ein Interessenausgleich zwischen dem Fahrzeugverkehr und den Anwohnern einer Straße. Das gilt insbesondere für die Hauptstraßen eines Ortes. In Kleinmachnow steht dieser Interessenausgleich für die Hauptstraßenbewohner noch aus. Bei den Durchgangsstraßen sind es vor allem nicht die Einwohner des Ortes, sondern die Ortsfremden, die den Ort mit überhöhten Geschwindigkeiten passieren. Es kommen immer mehr Lastwagen durch den Ort. Ein Teil davon will vermutlich die Mautgebühren auf der Autobahn einsparen. In den Nachtstunden sind das besondere Störgrößen. Auf dem Zehlendorfer Damm im Abschnitt Friedensbrücke- Meiereifeld hat sich im vergangenen Jahr eine Bürgerinitiative zur Verkehrsberuhigung neu gegründet. Die Gruppe Verkehr der Agenda 21 wurde um Mithilfe bei der Lösung der Verkehrsprobleme gebeten. Hierbei sind aber in erster Linie die Verwaltungsorgane und der Abgeordnetenausschuss Umwelt und Verkehr gefragt, die ebenfalls angeschrieben worden sind.
Wir wollen mit diesem kurzen Beitrag auf das ungelöste Problem aufmerksam machen und mithelfen, eine angemessene Lösung zu finden.
Der ständig zunehmende Verkehr durch den Ort bedingt nicht nur eine Lösung für die Einschränkung der Geschwindigkeitsüberschreitungen, sondern auch ein Nachdenken über Verkehrseinschränkungen bezogen auf Tonnage und Tageszeiten. Auch hierüber muss gesprochen werden.

Barbara Sahlmann
Sprecherin der Agenda 21 Verkehrsgruppe

Tel. 0160-98760459, 033203- 24981, Barbara.Sahlmann@t-online.de



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Michael Lippoldt, Barbara Sahlmann
Lokale Agenda, AG Verkehr,
Tel. 033203- 70260 , 24981

15.07.2008

Lokale Agenda 21:
Jetzt muss der „Masterplan Fahrrad“ kommen

Was die Arbeitsgruppe Verkehr der Lokalen Agenda 21 seit Jahren beklagt, ist jetzt „amtlich“: Die Infrastruktur für Radfahrer im Ort, insbesondere auch für unsere Kinder, ist unzulänglich. Der Schutz der Radfahrer vor dem überbordenden Autoverkehr ist mangelhaft. Vorrang für Radfahrer an Ampeln und auf Schulwegen sucht man weithin vergeblich. Dieses Ergebnis des im Juni abgeschlossenen Forschungsvorhabens „Mit dem Rad zur Arbeit/zur Schule“ konnte niemanden mehr überraschen. Denn genau wegen dieser Schwachstellen hat die Lokale Agenda schon vor Jahren ihr Konzept für einen „Masterplan Fahrrad“ als Programm einer Musterkommune fürs Fahrradfahren entwickelt. Nachdem dieses Konzept im Umwelt- und Verkehrsausschuss der Gemeindevertretung versandet ist, blies die Agenda im September 2007 zur ersten Mobilen Bürgerversammlung. Vorzeigeobjekte wie eine neu angelegte schwellenfreie Radwegquerung Am Fuchsbau/Hohe Kiefer wurden gelobt. Problematische Baustellenüberfahrten, gefährliche Einmündungen, unsichere Schulwege, fehlende Kreisverkehre und Überwege sowie unbefestigte Fußwege, auf denen Kinder bis zum 8. Lebensjahr fahren müssen, wurden gerügt, in eine lange Mängelliste eingetragen und der Gemeindeverwaltung zur Abarbeitung ans Herz gelegt. Die Liste sollte ein Anfang sein. Schließlich umfasste sie nur rund ein Zehntel des etwa 80 km langen Straßennetzes von Kleinmachnow. 9 Monate hat es gedauert, bis im Juni 2008 die Verwaltung zum ersten Follow- up- Gespräch ins Rathaus lud und einräumte, dass sie bis dahin aus der Mängelliste tatsächlich nur einen Punkt erledigt hatte.

Die Einsicht der Verwaltung, dass den Schwachstellen, die das Radfahren in Kleinmachnow behindern und unsicher machen, endlich von einschlägig erfahrenen Fachplanern mit einem Masterplan systematisch zu Leibe gerückt werden muss, wird von der Arbeitsgruppe Verkehr der Lokalen Agenda 21 begrüßt. Das gleiche gilt für ihre Bereitschaft, den Agenda- Vorschlag umzusetzen und Schulwege als „Fahrradstraßen“ auszuweisen. Dafür zieht die Verwaltung auch den Steinweg in Betracht. Von der Verkehrssituation dort zeigten sich die Schüler der Steinweg-Schule bei der Analyse ihrer täglichen Wege im Rahmen des Projekts „Mit dem Rad zur Schule“ besonders beschwert. „Fahrradstraßen“ geben Radfahrern Schutz und Vorrang vor dem motorisierten Verkehr.

Barbara Sahlmann und Michael Lippoldt
AG Verkehr Lokale Agenda 21



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Vorsicht und gegenseitige Rücksicht
§ 1„Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.“
Wo Menschen miteinander umgehen, gibt es Spielregeln, die ein vernünftiges Miteinander ermöglichen sollen und das Regelwerk für unser Verhalten im Straßenverkehr ist die StVO. Den § 1 der Straßenverkehrsordnung kennt jeder, leider gewinnt man allzu oft den Eindruck,
dass er im Alltag von vielen Kraftfahrern vergessen wird, was in dicht besiedelten Kommunen wie Kleinmachnow eine Vielzahl besonders unangenehme Folgen hat.
Während Autobahnen ausschließlich dem Kraftfahrzeugverkehr gewidmet, Kraftfahrer praktisch unter sich sind (wenn man von eventuellen lärmgepeinigten Anwohnern einmal absieht), gestalten sich die Anforderungen an die Straßen in geschlossenen Ortschaften völlig anders. Hier kommen Fußgänger und Radfahrer, aber auch Anwohner ins Spiel, geht es um Ordnung, Sicherheit und Lärmschutz. Um diese Ansprüche zu bedienen, sind in der StVO die Pflichten der Kraftfahrer umfangreicher ausgeprägt als die der anderen Verkehrsteilnehmer, da von ihnen die größeren Gefahren ausgehen.
In Kleinmachnow prallen Interessen und Wertvorstellungen aufeinander, da in relativ beengten, von Wohnbebauung geprägten Straßenräumen ein hohes Verkehrsaufkommen zu verzeichnen ist. Der gemeinsame Anspruch der Kleinmachnower auf ein hohes Maß an Lebensqualität, aber auch auf individuelle Mobilität per PKW, mit dem Fahrrad, und auch zu Fuß, sollte eigentlich jeden zu vernünftigem Verhalten motivieren.
So weit die Theorie...
Anstatt sich auf ihre Pflichten aus der StVO zu besinnen, genehmigt sich ein erschreckend hoher Anteil an Kraftfahrerinnen und Kraftfahrern eine Vielzahl von Sonderrechten.
Radwege werden von parkenden KFZ blockiert, Haltelinien an Kreuzungsbereichen überfahren, Fußgängerüberwege mißachtet, zulässige Höchstgeschwindigkeiten nicht eingehalten.
Viele Verkehrsunfälle werden durch rücksichtsloses Verhalten verursacht, ein Leben lang mit der Schuld am Tod eines Mitmenschen leben zu müssen, kann zu einer schlimmen psychischen Belastung werden und damit das eigene Leben negativ beeinflussen.
So manche Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer sollten einmal gründlich über Sinn und Unsinn ihres Verhaltens nachdenken, sich in die Rolle von gefährdeten Radfahren und Fußgängern hinein versetzen, sollten sich fragen, wie begeistert sie über eine Geräuschkulisse aus quietschenden Reifen und hochtourig gefahrenen Motoren vor ihrer eigenen Haustür wären.

Dieser Beitrag wird, wie die vielen anderen Texte, die in der Vergangenheit zu diesem Thema veröffentlicht wurden und in der Zukunft noch veröffentlicht werden, nicht viel bewegen.
Statt dessen werden weiterhin Polizei und Ordnungsämter ihren Aufgaben nachkommen, um wenigstens einen gewissen Standard zu gewährleisten. Dabei werden sie ihre Delinquenten zur Kasse bitten, denn Standards kosten nun einmal Geld. Und die ertappten Sünder zahlen gerne, sind sie doch allesamt erfahrene Kraftfahrer und haben ihre Risiken fest im Griff.
Und natürlich wird weiterhin kräftig Gas gegeben, Staat und Mineralölkonzerne sollen schließlich kräftig verdienen – oder vielleicht doch nicht?
Wenn es schon nicht so beliebt ist, darüber nachzudenken, so könnte es sich doch immerhin rechnen, Vorsicht und gegenseitige Rücksicht zu üben...

Achim Markscheffel / Agenda 21 Verkehr



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Mit dem Fahrrad in den Urlaub

Wer kennt nicht das Erlebnis, auf einer Heimfahrt nach einem wunderbaren Urlaub auf der Autobahn, konzentriert bei der schnellen Fahrt hinter dem Steuer, nun will man ja schnell nach Hause, und dann noch ein Stau, das ist ärgerlich. Ganz anders Urlaub machen kann man mit dem Fahrrad: Es gibt gute Fahrradmitnahme-möglichkeiten bei der Bahn und auch tolle Quartiere, z.B. in Jugendherbergen. Dort findet man nicht mehr die Massenquartiere, wie es sich in unseren Köpfen noch festgesetzt hat. Es gibt super familienfreundliche Unterkünfte zu einem bezahlbaren Preis. Jugendherbergen sind ideale Quartiere für Radler, das bestätigt auch der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC), der inzwischen mehr als 300 Jugendherbergen mit seinem „Bett & Bike - Label“ ausgezeichnet hat. Bett & Bike Unterkünfte sind speziell auf die Anforderungen von Radlern eingestellt. Die Radfahrer sind für die Übernachtung herzlich willkommen, können ihr Rad sicher unterstellen und nasse Kleidung uns Ausrüstung in einem separaten Raum trocknen. Hier herrscht eine lockere Atmosphäre und viele Häuser liegen in Urlaubsregionen mit einem gut ausgebauten Radwegenetz. Ein weiteres Plus: Sie erhalten Tipps für An- und Abreise mit dem Fahrrad und Informationen zu Radtouren in der Region. Es gibt auch kostenlose Radwanderkarten für die Regionen Baden-Württemberg, Bayern, Norddeutschland, Rheinland, Sachsen-Anhalt und Westfalen-Lippe. Warum eigentlich nicht für die Region Brandenburg? Ist bestimmt schon in Arbeit.
Wenn Sie weitere Informationen wünschen, dann schauen Sie bitte nach bei:www.bettundbike.de oder www.jugendherberge.de/de/reisen/reisetipps/radwandern/

Barbara Sahlmann
Agenda 21-Gruppe Verkehr



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Welche Auswirkungen hat der Autobahnlärm auf die Kleinmachnower?

In der Ausgabe der Kleinmachnower Zeitung vom April 2006 widmete sich die Agenda 21-Gruppe Verkehr in einem Artikel dem Thema Autobahnlärm. Daraufhin gingen im Agendabüro Kleinmachnow Emails von Einwohnern ein, die sich zu dieser Problematik äußerten.

In verschiedenen Zuschriften und persönlichen Gesprächen kam zum Ausdruck, dass der durch den Fahrzeugverkehr auf der A115 verursachte Lärm von einigen Bürgern als belastend bzw. störend empfunden wird. Berichtet wurde unter anderem über Familien, die wegen des Autobahnlärms wieder aus Kleinmachnow weggezogen sind. Andere denken bereits darüber nach, dies in Zukunft zu tun. Es gibt Menschen, die zwar unter dem Lärm leiden aber glauben, dass sie sowieso nichts an der Situation ändern können. Gerade während der letzten Hitzeperiode im Juni und Juli diesen Jahres wurde wieder einmal deutlich, dass ständiger Fahrzeuglärm außerordentlich belastend sein kann. Insbesondere lärmempfindliche Menschen stehen dann zum Beispiel vor der „Wahl“, ob sie während der Nacht ihr Schlafzimmerfenster geöffnet lassen und ihr Schlaf durch den Autobahnlärm gestört wird oder aber das Fenster geschlossen bleibt und somit auch die Hitze nicht entweichen kann. Egal wie man sich letztendlich entscheidet – ein erholsamer Nachtschlaf ist unter derartigen Umständen dann wohl eher unwahrscheinlich.

Um einmal feststellen zu können, wie viele Einwohner Kleinmachnows aufgrund des Autobahnlärms tatsächlich Einschränkungen in ihrer Wohn- bzw. Lebensqualität erfahren, bitten wir die Betroffenen, sich über eine Email oder auf anderem Wege an die Gruppe Verkehr der Lokalen Agenda 21 zu wenden.

Das Agendabüro befindet sich in der ersten Etage des Gemeindezentrums am Adolf-Grimme-Ring 10, 14532 Kleinmachnow, Tel. Nr. 033203- 8771261. Die Email- Adresse ist: lokale.agenda@kleinmachnow.de. Sie finden unsere Internet-Seite unter: www.agenda21-kleinmachnow.de. Öffnungszeiten des Agendabüros: Dienstag 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr, Donnerstag 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr)

Betroffene Bürger können sich in Briefform an das Agendabüro wenden, persönlich oder telefonisch vorsprechen oder einfach nur ihre Meinungsäußerung hinterlegen, oder auch per Email melden. Über eine rege Beteiligung der Kleinmachnower würden wir uns freuen, um dann Lösungen für die Minderung des Verkehrslärms zu finden.

Barbara Sahlmann
Agenda 21-Gruppe Verkehr



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Verkehrslösung für das Gebiet Kiebitzberge in Kleinmachnow

Für das Wohngebiet „Kiebitzberge“, was sich westlich des Thomas- Müntzer- Dammes befindet und den Bereich Fontane- Straße, Schwimmbad und Sportforum umfasst, soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Ein ungelöstes Problem dabei ist die Verkehrslösung. Die Interessen der Betreiber und Kunden des Schwimmbades sowie des Sportforums sollen dabei genauso berücksichtigt werden wie die Interessen der Anwohner.

Seit langem wird von den Anwohnern, welche an den Zufahrtsstraßen zu den genannten Sportstätten leben, heftige Kritik wegen des entstehenden Verkehrslärms geübt. Ging es zuerst nur um die Zufahrt zum Schwimmbad, welches vor ca. 35 Jahren realisiert wurde, stieg der Unmut mit dem Bau des Sportforums vor ca. 5 Jahren, da das Wohnviertel seitdem mit zusätzlichem Verkehr belastet wird.
Das ist ein Grund für uns als Agenda 21– Verkehrsgruppe über die Probleme nachzudenken und einen konsensfähigen Vorschlag zu erarbeiten. Zunächst haben wir uns mit den Gegebenheiten befaßt:

Beide Sportstätten dienen dem Allgemeinwohl, müssen also problemlos erreicht werden können.Die Zufahrtsstraßen sind öffentlich gewidmet, eine Sperrung für den öffentlichen Verkehr dürfte problematisch sein.

Die Lärmbelästigung der Anwohner sollte auf ein Minimum reduziert werden.Die Straßen haben keine überregionale Bedeutung, es geht hier also um den Verkehr zu den Sportstätten. Die Distanz, welche auf diesen Straßen zurückgelegt wird, ist verhältnismäßig kurz.
Für uns wäre es denkbar, die betroffenen Straßen als Fahrradstraßen auszuweisen, dadurch Lärm zu vermindern und dazu anzuregen, die Sportstätten mit dem Fahrrad aufzusuchen. Die Anbindung an das Radwegenetz ist gewährleistet. Hier kann aktiv zum Verzicht auf das Auto angeregt werden, indem man Radfahrer auf einer für den Verkehr unbedeutenden Straße begünstigt und damit die Nerven der Anwohner schont. Die Kosten für dieses Projekt sind äußerst gering. Sie beziehen sich vorwiegend auf die Beschilderung als Fahrradstraße. Was ist eine Fahrradstraße?: Auf den Fahrradstraßen haben Radfahrer Vorrang vor Autofahrern. Sie werden mit dem Zeichen 244 der StVO (Fahrradstraße) ausgeschildert. Das Zusatzschild „Anlieger frei“ wird zusätzlich angebracht. So dürfen Autofahrer diese Fahrradstraßen bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/ h benutzen. Gegebenenfalls können Mittel für bauliche Gestaltungsmaßnahmen in den betroffenen Straßen veranschlagt werden.

Wir möchten mit diesem Vorschlag eine kurzfristig realisierbare Lösung anbieten, die kostengünstig ist und die Situation der Anwohner schnell verbessert.

Barbara Sahlmann / Achim Markscheffel
Agenda 21 Verkehrsgruppe



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Endlich Ortsfibel in Sicht!

In Kleinmachnow wird eine neue „Ortsfibel“ erstellt. Diese Ortsfibel wird die Regelungen verschiedener Ortssatzungen sowie Regelungen nach Landes- und Bundes- und Europarecht enthalten. Auf eine Anfrage in der letzten Gemeindevertretersitzung gab Herr Blasig die Auskunft, dass das Werk in Arbeit ist und Ziel sei, es bis zur Sommerpause als Entwurf vorzustellen. Wir als Agenda-21 meinen, dass es an der Zeit ist, den Bürgern ein Nachschlagewerk in die Hand zu geben, worin die wichtigsten Regeln für ein gemeinschaftliches Zusammenleben im Ort enthalten sind.

Viele Bürger von Kleinmachnow äußerten den Wunsch, ein Nachschlagewerk zur Hand zu bekommen, wo die Normen für ein gutes Zusammenleben mit den anderen Bewohnern des Ortes gebündelt zusammengefasst werden. Dabei soll es vorrangig darum gehen, Streitfälle zu vermeiden und die Bürger über wichtige Satzungen der Gemeinde Kleinmachnow, der Landes- Bundes- und Europaebene zu informieren Dazu gehören z.B. Straßenreinigungssatzung und Winterdienst, aber auch Lärmschutz, Nachbarschaftsrecht und Baumschutz, sowie Regelungen für Hundehalter.

Es gibt eine Fülle von Gesetzen, Satzungen und Verordnungen, sodass die Zusammenstellung für die Verwaltung eine aufwendige komplizierte Arbeit bedeutet. Deshalb darf das Ergebnis keinen Anspruch darauf erheben, für alle vorkommenden Fälle vollständig zu sein.

Die Ortsfibel soll Orientierungshilfe sein. Sie befreit den Einzelnen nicht davor, sich im speziellen Fall mit dem Nachbarn zu verständigen und ihm Hilfe und Hinweise anzubieten.

Barbara Sahlmann
Sprecherin AG Verkehr der Agenda 21



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Lärm und wir

Gern nehmen wir die Segnungen der technischen Entwicklung in Anspruch und fahren rasch mal um die Ecke mit dem Auto, um etwas einzukaufen oder zu erledigen. Es ist auch üblich Entfernungen, nicht, wie wir es im Physikunterricht gelernt haben, in Kilometern anzugeben, sondern in Zeiteinheiten. "Ach, das ist nur 20 Minuten bis zum Sterncenter", heißt es da ganz selbstverständlich. Die automobile Gesellschaft macht vieles möglich, doch einen Pferdefuß hat diese Entwicklung.Wir fühlen uns immer mehr durch die "Geister, die wir riefen" gestört. Neben den täglichen Gefahren und den Luftschadstoffen, stört uns auch der zunehmende Lärm, wie etwa durch die Autobahn A 115. Ebenso ruft die Belastung durch den Verkehr zum Sportforum und zum Schwimmbad die Anwohner des Viertels "Kiebitzberge" auf den Plan, wie bei der Vorstellung zur Verkehrslösung des Viertels kürzlich zu erfahren war. Unsere Bundesdeutschen Gesetze sehen natürlich Höchstwerte für zulässige Lärmbelastung vor. Um diese vorhandenen Höchstwerte zu ermittelngibt es komplizierte Berechnungsverfahren. Die Kompliziertheit der Rechtslage erkannte jeder Teilnehmer an der Veranstaltung am 29.03.06, wo die Planung zur Verkehrslösung mit mehreren Varianten vorgestellt wurde. Die Fachleute waren sich nicht einmal einig, welche Richtlinie für die Berechnung des Lärms (in Dezibell)zu Grunde gelegt
werden müssen. Ob nun die 16.oder 18. BimSch, oder die DIN 18005, wer weiß? Was soll da der arme Anwohner für sich daraus
machen?

Was den Lärm von der Autobahn betrifft, hier einige Daten und Fakten, Quelle dafür ist das "Gutachten von Elmar Pless
für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland" (Kommunale Handlungsmöglichkeiten zur Bekämpfung von Verkehrslärm /
Aktionsleitfaden für Umweltgruppen und Lärmbetroffene zum Schutz der Ruhe).

Im Gutachten von Elmar Pless steht hierzu auf Seite 15: " Besonders wirkungsvoll im Hinblick auf die Lärmreduzierung
sind Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Autobahnen für Pkw auf 80 km/h und für Lkw auf 60 km/h. Bei geringen Verkehrsmengen
und geringen Lkw Anteilen können dadurch hohe Minderungen einzelner Spitzenpegel um bis zu 10 dB (A) für Pkw und 3 dB (A)
für Lkw erzielt werden.

Das BlmSchG schreibt vor, Lärm unmittelbar an der Lärmquelle zu vermindern oder zu vermeiden!

Ein weiterer Punkt der Lärmproblematik sind die innerörtlichen Hauptstraßen von Kleinmachnow, bei deren Gestaltung und
Beschilderung noch viel Nachholebedarf besteht.
Der geringe Abstand der Wohnhäuser zu den Straßen (10 bis 15 Meter, tw. auch weniger) und die Problematik unangebrachter
Beschleunigungsmanöver auf kurzen Distanzen hat für die betroffenen Anwohner unmittelbare Folgen. Wer von Ihnen an einer
Hauptstraße wohnt, kann das sicherlich bestätigen. Ein Beispiel für oftmals nicht verständliche Beschilderung sei hier
aufgeführt:

1. In der Förster-Funke-Allee besteht vor der Schule eine Tempo 30 Anordnung. Ca. 250 Meter vor der Ampel zur
"Hohen Kiefer" wird diese Anordnung aufgehoben. In unmittelbarer Nähe der mehrstöckigen Wohnbebauung dürfen Fahrzeuge
wieder beschleunigen um die mit ca. 50% er Wahrscheinlichkeit auf ROT stehende Ampel zu erreichen !!!

Barbara Sahlmann
Sprecherin der Agenda 21 Verkehr



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Gut geflogen, Treibhausgase inklusive

Durch den lang anhaltenden Winter in diesem Jahr sieht man in die Klimaerwärmung eher im positiven Licht. Doch lassen wir uns nicht täuschen: Die Kälte hielt nur Europa fest im Griff, ansonsten erwärmte sich unser Planet auch in diesem Winter. Wir gehen jetzt mit großen Schritten dem Sommer und damit der Urlaubssaison entgegen. Haben Sie Ihren Urlaub schon geplant?

Überlegen Sie auch, mit welchem Verkehrsmittel wohin die Reise geht? Das Fliegen ist die energieintensivste Art zu reisen. Es verbraucht dreimal soviel Energie wie die Reise per Bahn oder Bus. Mit einem Flug nach Mallorca verursacht ein Urlauber fast genauso große Klimaschäden wie durch ein Jahr Autofahren. Fliegen wird immer noch indirekt bezuschusst, denn der gewerbliche Flugverkehr ist von der Mineralöl- und Ökosteuer ausgenommen. Auch Autofahren verursacht höhere Folgekosten als durch Steuerzahlungen Einnahmen erzielt werden. Die Bahn ist im Energieverbrauch doppelt so effizient wie das Auto, Kohlendioxidausstoß und Klimabelastung sind bei der Bahn wesentlich geringer. Wer wissen will, wie viel Kohlendioxid die nächste Flugreise produziert, kann im Internet unter www.atmosfair.com nachschauen.

Warum also nicht einmal der Bahn oder dem Bus den Vorrang geben? Die Bahn können Sie dann auch noch hervorragend mit einer Radreise koppeln, denn es gibt in Deutschland gut ausgebaute Radrouten, deren Länge in den nächsten Jahren auf 10 500 Kilometer steigen soll. Getreu dem Schweizer Vorbild sollen dann zwölf Radfernwege Deutschland durchqueren. Dazu gehören auch der Oder- Neiße Radweg und der Ostseeküsten Radweg. Wenn Sie mal richtig entspannen und Natur pur genießen wollen, versuchen Sie es mal, auf „andere Art“ Urlaub zu machen. Nähere Infos unter www.adfc.de.

Barbara Sahlmann
Sprecherin AG Verkehr der Agenda 21



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P M   –   T I P P S   U N D   A N R E G U N G E N   D E R   L A 2 1 ,   M Ä R Z   2 0 0 6 

" WAS IST EINE „FAHRRADSTRAßE“, VEREINBART SIE SICH MIT DEM DENKMALSCHUTZ? "

Die Ausweisung von Fahrradstraßen wird seit 1997 in Deutschland ermöglicht. Die Fahrradstraßen haben den Vorteil, dass sie die Interessen der Radfahrer in den Vordergrund stellen. Unter Rücksichtnahme auf die Radfahrer können auf Fahrradstraßen Autos ( in der Regel nur Anlieger) und in Abstimmung mit der Busgesellschaft auch Busse fahren, wenn sie vorhandene Haltestellen bedienen. Die Geschwindigkeit muss angepasst werden (höchstens 20 bis 25 km/ h). Den Radfahrern steht eine ausreichende Breite zur Verfügung, auch wenn sie in großer Zahl auftreten. Voraussetzungen für die Fahrradstraße sind in der Straßenverkehrsordnung und den zugehörigen Verwaltungsvorschriften geregelt. Ergänzungen gibt es in den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen.

Natursteinpflasterbeläge auf Fahrbahnen stehen einer Ausweisung als Fahrradstraße nicht entgegen. Im Gegenteil: In den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen wird sogar betont, dass Natursteinpflaster im historischen Umfeld in Betracht kommt. Es heißt in den „Hinweisen zum Radverkehr außerhalb städtischer Gebiete“: „Einsatzbereiche von Natursteinpflaster liegen im historischen Umfeld von Baudenkmälern und Landschaftsparks.“

Eine notwendige Voraussetzung für Fahrradstraßen ist, dass Radverkehr auf der Straße bereits vorherrschende Verkehrsart ist oder dies alsbald nach Einrichtung der Fahrradstraße zu erwarten ist. Eine zweite Bedingung ist, dass die Fahrradstraße auch für Ortsfremde gut erkennbar ist. Beginn und Ende sollten durch straßenbauliche Elemente hervorgehoben werden.

Fazit: Fahrradstraßen bringen uns einen Schritt weiter zur gegenseitigen Rücksichtnahme und auf dem Weg zu einem fahrradfreundlichen Ort.

Barbara Sahlmann
Sprecherin AG Verkehr der Agenda 21



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" ALTERNATIVER STRAßENBAU - UMWELTGERECHT UND PREISWERT "

Beim örtlichen Straßenausbau werden noch immer traditionelle Bauweisen, mit Asphaltdecke und Entwässerung über Straßenabläufe und Kanalrohre bevorzugt. Dabei sollte man immer über Alternativen nachdenken und Varianten untersuchen. Es muss geprüft werden, ob die Entwässerung der Straße über Versickerung in Mulden und Grünstreifen erfolgen kann. Lasst das Wasser da wo es anfällt versickern, ist auch die Grundaussage im Brandenburgischen Wassergesetz dazu. Nicht nur für unseren Grundwasserhaushalt ist das gut, sondern auch für unseren Geldbeutel. Teure Kanäle erhöhen die Straßenbaukosten um ca. Ein Drittel der Kosten.

Beim Bau von Gehwegen und Radwegen müssen es nicht immer aufwendige Pflasterungen aus Beton sein. Die Bauweise mit sogenannten wassergebundenen Decken, das sind Materialien aus einem Sand- Lehm- Gemisch wie sie z.B. im Park von Sanssouci verwendet werden, ist immer als Alternative zu prüfen. Der Vorteil ist eine gute Wasserdurchlässigkeit, bessere Anpassung an das Ortsbild und geringere Kosten. Durch den Ausbau mit einer Schottertragschicht in entsprechender Dicke ist auch die Tragfähigkeit solcher Wege gesichert.

Praktische Anregungen für bevor stehenden Straßenausbau können wir uns holen, in dem wir öfter mal über den Tellerrand gucken, denn Beispiele für ökologischen Straßenbau gibt es in unserer Nachbarkommune Teltow im Mühlenviertel zu besichtigen.

Barbara Sahlmann
Sprecherin AG Verkehr der Agenda 21



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P M   –   T I P P S   U N D   A N R E G U N G E N   D E R   L A 2 1 ,   J A N U A R   2 0 0 6 

" VERKEHRSERZIEHUNG FÜR UNSERE KINDER "

Verkehrsunfälle entstehen meist durch falsches Verhalten eines
Verkehrsteilnehmers. Das fehlende Wissen und nicht verinnerlichtes richtiges Verhalten sind
dabei ein wesentlicher Faktor. Fehlverhalten im Straßenverkehr zeigen schon
häufig Kinder und Jugendliche. Betrachten wir einmal beispielhaft den
Fahrradverkehr im Ort, für dessen Ausweitung durch Schaffung immer besserer Bedingungen
wir uns einsetzen:
Es ist bedauerlich, dass so viele Radfahrer die Radwege in der falschen
Richtung benutzen, auf der falschen Seite überholen, in der Dunkelheit ohne
Licht fahren, vor dem Überholen sich nicht bemerkbar machen. Trotz Gegenverkehr wird
nebeneinander gefahren, bei mit Fußgängern gemeinsam zu benutzten Wegen wird
die Geschwindigkeit nicht angepasst.

Es mangelt ganz allgemein an der nötigen Verkehrserziehung. Da ist nicht an
erster Stelle die Polizei gefragt. Auch das Anbringen von Plakaten hilft nur
wenig. Es müssen sich die klassischen Erzieher stärker engagieren:
Elternhaus und Schule. Schließlich setzt sich angewöhntes Verhalten - richtiges
oder falsches -, später als Autofahrer fort und dann wird es noch gefährlicher.
Die Vorbildwirkung der Älteren, vor allen Dingen die der Eltern, ist sehr wichtig.
Aber gerade da hapert es nicht selten.
Da werden die Kinder, die schon das Alter haben, allein mit dem Fahrrad zur
Schule fahren zu können, immer noch mit dem Auto hingebracht und oft ohne
Rücksicht auf die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit. Das Argument ist die
Sicherheit der eigenen Kinder. Gleichzeitig werden aber Gefahren für andere durch
zu schnelles Fahren und durch unübersichtliche Verkehrsverhältnisse
vor der Schule heraufbeschworen, ganz abgesehen von der unnötigen
Umweltbelastung. Eltern sollten und können ihre Kinder nicht vor allen
Gefahren behüten, sie sollten sie stattdessen befähigen, sich richtig zu
verhalten und sich selbst aktiv mit einbringen, damit noch vorhandene Gefahrenstellen
auf dem Schulweg beseitigt werden.

Barbara Sahlmann
Agenda 21 Verkehr



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P M   –   T I P P S   U N D   A N R E G U N G E N   D E R   L A 2 1 ,   D E Z E M B E R   2 0 0 5 

" FAHRRAD FIT FÜR DEN WINTER "

Haben Sie Ihr Fahrrad schon fit gemacht, damit Sie flott damit durch den Winter kommen? Auch bei unserem flexiblen Gefährt gilt die alte Weisheit, es gibt kein schlechtes Wetter, man muss sich nur darauf einstellen. Das hält nicht nur den Körper, sondern auch den Geist frisch.

Ein wichtiges Teil am Rad ist die Beleuchtung, die immer noch sehr stiefmütterlich behandelt wird. Gerade in den letzten Tagen des Jahres, wo Dunkelheit, Nebel und Regen oft vorherrschen, sollte uns das Licht am Rad besonders wichtig sein. Man könnte in dieser dunklen Jahreszeit fast den Eindruck gewinnen, Licht am Rad sei purer Luxus, den sich nur Besserverdienende leisten können, so viele Räder rollen unbeleuchtet durch die Straßen. Dabei gibt es gutes Licht am Rad für fast jeden Geldbeutel.

Wenn es kein modernes Hightechprodukt sein soll, tut es immer noch der alt bewährte Seitendynamo. Die Dynamos sind in den letzten Jahren leichter und leiser im Lauf geworden, rutschen auch weniger bei Nässe durch. Wer es noch störungsärmer mag, kann zum Nabendynamo greifen. Die Vorteile liegen dabei deutlich höher als die Nachteile. Je nach Hersteller unterscheiden sich die Nabendynamos im Gewicht und in dem Leerlaufwiderstand beim Betrieb ohne Licht, auch der Wirkungsgrad ist unterschiedlich. Die Nabendynamos sind durch ihren geschützten Sitz im Vorderrad weniger störanfällig als die Seitenläufer, allerdings auch teurer.

Oft hat man beim Radfahren das Gefühl, dass das Licht vorn nicht ausreicht, zumal viele Radwege schlecht oder gar nicht beleuchtet sind.
Ein guter Scheinwerfer gibt ausreichend helles Licht vor dem Rad, um Hindernisse rechtzeitig erkennen zu können, ohne dass Entgegenkommende geblendet werden. Die Hersteller erfüllen aber meist nur die vorgeschriebene Mindestanforderung. Wem das nicht ausreicht, der sollte zur Stirnlampe greifen. Eine Stirnlampe hat den Vorteil, dass das Licht immer da ist, wo man hinschaut. Ein zusätzlichen Frontscheinwerfer am Fahrrad ist nach StVO nicht erlaubt ist (hinten darf zusätzlich ein Licht angebracht werden), aber Lampen, die man am Körper trägt, sind nicht verboten.

Barbara Sahlmann
Sprecherin AG Verkehr der Agenda 21



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P M   –   T I P P S   U N D   A N R E G U N G E N   D E R   L A 2 1 ,   N O V E M B E R   2 0 0 5 

" FALSCHE RICHTUNG AUF DEM RADWEG "
Welcher Radfahrer kennt das nicht, mal schnell von einem Geschäft zum nächsten, ach da lohnt es ja nicht die Seite zu wechseln, also fährt man auf der falschen Seite des Radweges.

Doch Vorsicht: leider ist dies kein Kavaliersdelikt, sondern die Hauptursache für von Radfahrern selbst verursachte Fahrradunfälle (Quelle: AdFC; Allgemeiner deutscher Fahrradclub). Argumente wie „Ich fahre auf dieser Seite, weil es sich gerade so anbietet. Es hat sich auch niemand beschwert.“ sind da schnell bei der Hand.

Beispiele gibt es in Kleinmachnow viele, auffällig ist es in der Förster- Funcke- Allee, auf der Rathausseite, vor der Gesamtschule und in der E.- Thälmann- Straße zwischen K.- Marx- Straße und Meiereifeld. Da möchte ich vor allem an die Schüler der Gesamtschule zum Nachdenken auffordern. Mit diesem Verhalten gefährden Radfahrer sich gegenseitig, wir haben ja auch viele ältere Bürger im Ort, die vielleicht nicht mehr ganz so schnell auf gefährliche Situationen reagieren können. Es ist laut Straßenverkehrsordnung ein Verkehrsdelikt und ein Ärgernis für alle Radfahrer, die sich richtig verhalten. Unfälle mit schweren Verletzungen sind häufig die Folge. Wir wollen unseren Ort fahrradfreundlicher machen, also seid auch zueinander freundlicher und rücksichtsvoller.

Dies soll kein Feldzug gegen radfahrende Kleinmachnower sein, denn trotz alledem:

Vergessen soll man nicht, dies aus einer Statistik von Berlin: 75 % aller Fahrradunfälle finden zwischen Rad und Kfz statt. Dabei wurden nur 35,9 % der beteiligten Fahrradfahrer als Verursacher ermittelt.

Barbara Sahlmann
Sprecherin AG Verkehr der Agenda 21



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P M   –   T I P P S   U N D   A N R E G U N G E N   D E R   L A 2 1 ,   O K T O B E R   2 0 0 5 

"NOTIZ FÜR DIE KLEINMACHNOWER ZEITUNG "

Nahezu wöchentlich kann man im Polizeibericht von zahlreichen
Geschwindigkeitsüberschreitungen lesen. Über 550 Tempoverstöße an 2 Kontrolltagen in Potsdam
wurde z.B. am 30.08.05 berichtet.
Das Problem besteht auch in Kleinmachnow und zwar seit Jahren und die Anzahl
der Verstöße nimmt mit den Zuzügen und der damit verbundenen steigenden
Autodichte zu. Wo liegt das Problem? Jeder möchte vor seiner Haustür möglichst
überhaupt keinen Verkehr, was man nachvollziehen kann. Viele, kaum haben sie ihr
Auto bestiegen, werden aber noch in ihrer Straße zum Temposünder. Der Kopf ist
ausgeschaltet, man denkt nicht mehr an die Mitmenschen, nicht an die giftigen
Abgase, nicht an den Lärm, nicht an die gestiegenen und weiter steigenden
Benzinpreise, nicht an die Gefahren und Unfälle, nicht an die ungefähr 5000
Verkehrstoten in Deutschland pro Jahr und die ca. 100 000 Verletzten, davon immer
viele Kinder. Polizei und Verkehrsschilder allein werden das Problem nicht in den
Griff bekommen, wenn nicht bei den potentiellen Schnellfahrern ein Umdenken
stattfindet. Um die Kraftfahrer an ihre grobe Fahrlässigkeit zu erinnern, sollten in Kleinmachnow
mehr Starkästen angebracht und mehr Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden.

Barbara Sahlmann
Sprecherin der Agenda 21- Verkehr



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P M   –   T I P P S   U N D   A N R E G U N G E N   D E R   L A 2 1 ,   S E P T E M B E R   2 0 0 5 

" MASTERPLAN „FAHRRADVERKEHR“ FÜR KLEINMACHNOW "

Man muss manchmal über den Tellerrand gucken, um Anregungen zu bekommen. Das haben wir als lokale Agenda- Gruppe Verkehr getan und festgestellt, dass die Niederländer einen „Nationalen Masterplan für´s Fahrrad, die Berliner einen Plan „Fahrradstadt Berlin“ haben. Eines unserer Ziele als Agenda 21- Gruppe ist es, die Bedingungen für die Radfahrer im Ort weiter zu verbessern.

In Berlin fallen neuerdings blau auf weiß gestaltete Beschilderungen mit Wegweisungen auf, die durch das Fahrradsymbol gekennzeichnet, erkennen lassen , dass es spezielle Wegweiser für Radfahrer sind. Die Wegweiser gehören zu einem Fahrradroutennetz, dass bis 2010 durchgängig funktionieren soll. Dieses 660 km langen Fahrradnetz führt über verkehrsarme Straßen, entlang von Wasserläufen und durch Grünflächen. Dazu gehört auch der Berliner Mauerradweg, der in einem Teilstück Kleinmachnow tangiert.

Ein Vorschlag für Politik und Verwaltung in unserer Region Kleinmachnow, Teltow, Stahnsdorf: Wir erarbeiten analog Berlin und in Fortführung des bestehendes Netzes eine Weiterführung in unser Umland. Dazu gehört nicht nur eine Wegweisung, sondern auch die bauliche Verbesserung der Radwege und eine Verbesserung der Verkehrssicherheit. Denn Radfahrer benötigen kurze, bequeme und sichere Wegverbindungen. Dazu gehören auch gute Abstellanlagen und ein fahrradfreundliches Klima in der Kommune. Dies wird dann nicht nur den Ausflüglern aus Berlin nützen, sondern auch die BürgerInnen motivieren, das Fahrrad öfter zu benutzen.

Fazit
Umwelt- und Verkehrsausschuss Kleinmachnow sowie alle engagierten BürgerInnen setzen sich für einen „Masterplan Fahrradverkehr“ in Kleinmachnow ein, dessen Inhalt unter anderem ein beschildertes Radroutensystem ist. Der nächste Schritt wäre dann eine Ausweitung auf die anvisierte Planungsregion Teltow, Stahnsdorf, Kleinmachnow.

Barbara Sahlmann
Sprecherin AG Verkehr der Agenda 21



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P M   –   T I P P S   U N D   A N R E G U N G E N   D E R   L A 2 1 ,   J U L I   2 0 0 5 

" FAHRRADABSTELLANLAGEN IN KLEINMACHNOW "

Es gibt noch viel zu tun, damit unser Ort fahrradfreundlicher wird. Dazu gehören Abstellanlagen für Fahrräder in ausreichender Zahl und Qualität vor den Geschäften und an allen öffentlichen Gebäuden. Die Kriterien sollten in der Stellplatzsatzung genannt werden. Wir möchten das Bewusstsein für gute Fahrradabstellanlagen schärfen. Die folgenden Gesichtspunkte, von den Fachleuten des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) untersucht, sollten Geschäftsinhaber und die Verantwortlichen in der Gemeinde schon jetzt berücksichtigen:

Sicherheit
Die Radständer sollten das Anschließen des Rahmens sowie des Vorder- und Hinterrades mit kurzem Schloss ermöglichen. Das Fahrrad sollte stabil stehen, Wegrollen oder Lenkerdrehung sollten ausgeschlossen werden.

Standort und Ausstattung
Möglichst nah am Ziel, also direkt vor den Geschäften oder an den Buswartehäuschen, bei regem Geschäftsverkehr. Beides erhöht Akzeptanz und schützt vor Vandalismus. Bei Abstellanlagen für längere Dauer (an Bushaltestellen) sollten Überdachung und Beleuchtung Standard sein.

Abstände
Damit sich nichts verhakt, sollten zwischen den geparkten Fahrrädern folgende Abstände, die sich aus der Lenkerbreite ergeben, Standard sein: 70 cm bei ebenerdiger und 50 cm bei in der Höhe versetzter Aufstellung. Die Stellplatzlänge ergibt sich aus der Länge eines Fahrrades: 190 cm als Minimum.

Als Fazit kann man sagen das die sogenannten Fahrradbügel, in ausreichendem Abstand zueinander eingebaut, optimal sind und in Kleinmachnow noch viel öfter angewendet werden sollten. Dagegen sollten die vor 30 Jahren üblichen „Speichenkiller“ bald nicht mehr das öffentliche Bild beherrschen.

Barbara Sahlmann
Sprecherin AG Verkehr der Agenda 21



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